Günther Moser (1919-1994)

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Dank an Franz Strigl für seine Zustimmung zu diesen E-Versionen.
Dank an Wolfgang Papsch für seine Mitarbeit.

Günther Moser wurde am 11.6.1919 in Zipf (Oberösterreich) geboren. Sein erlernter Beruf eines Graveurs brachte berufliche Stationen in Kufstein (Tirol), Aigen-Schlögl (Oberösterreich) und Wien mit sich. Während seines Wienaufenthaltes konnte er gute Kontakte mit tschechischen Kakteengrößen wie Schütz, Pazout, Valniček und Frič knüpfen. Mit diesen Kontakten wurde er mit den Arbeiten von Friedrich bekannt und dies erweckte den Wunsch, mit Friedrich in Kontakt zu treten. Dies war aber nicht einfach, da man zu dieser Zeit keine Ahnung hatte, wo sich Friedrich aufhielt. Ein intensiver Schriftverkehr mit den Botschaften von Österreich und Paraguay konnte schließlich diese Frage klären und Moser konnte erstmals mit Friedrich brieflichen Kontakt herstellen. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein intensiver Gedankenaustausch zwischen den Beiden. Diese Briefe zu und von Friedrich sind heute noch vollständig vorhanden. Sie sind ein einzigartiges Dokument der kaktophylen Tätigkeit des geborenen Österreichers Friedrich in Paraguay.

Es kamen aber nicht nur Briefe von Friedrich zurück. In vielen Kleinsendungen wurden auch fast 5000 Kakteen von Friedrich an Moser geschickt. Moser versuchte diese Pflanzen auch wissenschaftlich zu bearbeiten. Einige Erstbeschreibungen sowie Artikel über einzelne, damals noch wenig bekannte Arten wurden von ihm in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht.

Sein Buch “Kakteen-A.M.Friedrich und sein schönes Paraguay” sollte ein Zusammenfassung seines Wissens aber in erster Linie eine Hommage an den Freund in Paraguay sein. Zurückgekehrt nach Kufstein baute Günther Moser zusammen mit Franz Strigl ein Glashaus, wo die pflanzlichen Schätze aus Paraguay Unterkunft fanden.

Er verstarb am 13.2.1994 in Kufstein. Seine Pflanzen und seine umfangreiche Literatur und Korrespondenz konnte Franz Strigl übernehmen.

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