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sondern finden sich bei vielen Kakteengattungen unseres Interes-
sengebietes (
Rebutia,
Lobivia,
Trichocereus,
Echinopsis u.a.).
Für die Gattung
Lobivia hat sich in neuerer Zeit vor allem RAUSCH
(5) um die Klärung des in der Literatur bestehenden Wirrwars an
Arten und Varietäten im Sinne von Formenkreisen verdient gemacht,
wenn er auch in einigen Fällen vielleicht etwas zu weit gegangen
ist.
Für uns Kakteenfreunde ergeben sich aus alledem zumindest zwei As-
pekte:
- Als positives Ergebnis ist zu verzeichnen, dass in vielen
Fällen die verwirrende Vielfalt der „Arten“ wieder über-
sichtlicher wird.
- Eine sicher in manchen Fällen negative Erscheinung könnte
darin bestehen, dass einige bislang als Art oder Varietät
gesammelte Formen mit der Zeit aus den Sammlungen und damit
aus dem Blickfeld verschwinden.
Literatur:
(1) BRINKMANN, K-H., Die Gattung
Sulcorebutia (Titisee-Neustadt
1976)
(2) RITTER, F.,
Kakteen in Südamerika Bd. 2, 642 (Spangenberg
1980)
(3) BRINKMANN, K-H., Die Gattung
Sulcorebutia, 36
(4) STRASBURGER, E. u.a., Lehrbuch d. Botanik, 28. Aufl., 179
(Jena 1962)
(5) RAUSCH, W.,
Lobivia (Wien 1975)
Dr. G. Köllner
Kurzreferat zum Vortrag vom 17.10.1982:
Bedeutung der Literaturarbeit anhand von
Lobivia famatimensis
Dass keine ernstzunehmende Aufgabe in der Kakteenkunde erfüllt
werden kann ohne das Studium einschlägiger Literatur, ist ein-
leuchtend. Das betrifft nicht nur die Aneignung von Informationen
aus der Kakteenliteratur, das trifft auch auf botanische Fach-
bücher mit allen Teildisziplinen zu.
Anlass zu diesem Vortrag war die leidige Konfusion, die immer noch
in unseren Kakteenkreisen zur
Lobivia famatimensis besteht.
Mittels der Originalbeschreibung muss doch die richtige L. famati-
mensis (Speg.) Br.&R. zu erkennen sein. Bisher wurden und teilwei-
se werden auch heute noch unter diesem Namen Pflanzen gehandelt,
die nicht der Erstbeschreibung entsprechen. Es würde den Rahmen
dieses Kurzreferates sprengen, wenn alle Fakten, die zu diesem
Wirrwar führten, erneut aufgezählt werden sollten. Nur soviel: In
der Originalbeschreibung des
Echinocactus famatimensis Speg.,
erschienen in „Anales de la Sociedad cientifica
Argentina“ XCII,
p. 118, 1921, ist für die damalige Zeit eine überaus klare und
unmissverständliche Diagnose dieser Art gegeben. Obendrein
erhärtet noch eine gute Abbildung die Beschreibung. Es muss
eingeräumt werden, dass diese Originaldiagnose nicht so leicht zu
erhalten war, was einiges entschuldigt.
1995 findet RITTER mit seiner FR 459 im Famatinagebirge die echte
famatimensis wieder. 1964 beweist Buining eindeutig, daß Reicheo-
cactus pseudoreicheanus BCKBG. identisch mit Lovivia
famatimensis
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