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logisch durchdachtem Aufbau der Versuche, um mit mäßigem Aufwand
Ergebnisse erzielen zu können. Deren Aussagewert hängt beträcht-
lich von der Konzeption der Versuche ab. Natürlich ist auch in
diesem Bereich die registrierende Beobachtung unerlässlich.
Die Leitung des Arbeitskreises Pflanzenbeobachtung wird Bfrd. Heinz
Zimmermann, 9412 Schneeberg, Friedensring 36 übernehmen, an den Sie
bitte Ihre Meinungen und Vorschläge richten wollen.
R. Haun
Erste Anregungen und Aufgaben für den Arbeitskreis
Morphologie
Ich sehe den Arbeitskreis
Morphologie als eine zeitlich begrenzte
Arbeitsgruppe, die sich das nötige Wissen um botanische Grundlagen
für spätere, qualitativ andere Aufgaben erarbeitet. Der Stand der
Kenntnisse über Aufbau und Bedeutung der einzelnen Pflanzenteile
könnte bei den Interessenten des Arbeitskreises unterschiedlich
sein. Deshalb wäre es günstig, am Anfang der Zusammenarbeit einige
Grundlagen der Botanik aufzufrischen und zu vertiefen. Jeder kann an
seinen Sammlungspflanzen bzw. an Vertretern seiner bevorzugten Gat-
tungen einschlägige Beobachtungen machen, sich Notizen zum Festge-
stellten anfertigen, sich im Skizzieren oder Fotografieren
versuchen.
Beim ersten Treffen des Arbeitskreises
Morphologie werden die Ergeb-
nisse unserer Untersuchungen und Bemühungen mitgebracht und ausge-
wertet. Möglicherweise wäre es dann günstig, ein Probebeispiel an
einer Pflanze gemeinsam durchzuführen. Auf alle Fälle lassen sich
bei diesem Treffen spezielle Gruppen zusammenlegen, die, ohne die
Gesamtaufgaben aus den Augen zu verlieren, je nach bestehenden Mög-
lichkeiten zusammengesetzt sind. Es könnten Gruppen sein, die Arbei-
ten mit dem Mikroskop durchführen, die Herbarisieren, das Beobach-
tete fotografisch festhalten oder das Gesehene zeichnen. Innerhalb
der Gruppen ließen sich dann auch bereits gattungsspezifische Dinge
bearbeiten. Falls einer der Interessenten des Arbeitskreises dazu
Vorschläge oder Wünsche hat, bitte ich um Benachrichtigung.
Heute bereits einige einführende Worte zur
Morphologie. Dieses Wort
- Goethe hat es übrigens geprägt - bedeutet nichts weiter wie die
Lehre von der äußeren Gestalt oder Form der Pflanzen. Jeder von uns
kennt den äußeren Aufbau bzw. das Grundprinzip der pflanzlichen
Gestaltung. Ein beblätterter Spross und ein verzweigtes Wurzelsystem
bilden die funktionellen Grundorgane aller höheren Landpflanzen. Ein
Spross besteht aus der Sprossachse und den Blättern. Die Sprossachse
dient als Stoffleitung zwischen Wurzeln und Blättern. Im Spross-
scheitel, auch Sprossknospe genannt, bilden sich die neuen Blattan-
lagen und die Anlagen der Seitensprosse. Es gibt Sprossfolgen,
Wuchsrichtungen des Sprosssystems, Lang- und Kurztriebe, ruhende
Knospen, inneren und äußeren Bau des Stengels, Dauergewebe, Dicken-
wachstum, verschiedene Wuchsformen, Holzbildungen, Borkenbildungen
und Wundheilung. Zu den Einzelheiten kann sich jeder selbst infor-
mieren. Auch die Blätter haben einen Aufbau. Wir kennen bei den
Laubblättern die Blattspreite, den Blattstiel, den Blattgrund,
Primär- und Folgeblätter, Nieder- und Hochblätter. Wie andere
Pflanzenteile zeigt auch die Wurzel einen Aufbau mit Wurzelkörper
und Scheitel.
Erst wenn wir einiges über den Aufbau der allgemeinen Pflanzen
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