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ZENTRALE ARBEITSGEMEINSCHAFT ECHINOPSEEN
I N F O R M A T I O N S B R I E F 3/82
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Herausgeber: Kulturbund der DDR, Zentraler Fachausschuss
Kakteen-Sukkulenten, Zentrale Arbeitsgemeinschaft Echinopseen
Leiter der ZAG: R. Haun, Gotha, Redaktion des Arbeitsmaterials:
H. Herold, Sondershausen, Dr. L. Ratz, Leuna.
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Liebe Freunde!
Das Kakteenklima dieses Sommers wird Ihnen sicher Freude an Ihren
Pflanzen beschert und vielfältige Beobachtungen ermöglicht haben.
Reichhaltiger Stoff für die Herbsttreffen der Arbeitskreise dürfte
sich daraus ergeben und interessanten Verlauf erwarten lassen.
Termine der Treffen der Arbeitskreise:
AK Morphologie (Bfrd. Herzog) am Sonnabend, 16.10. von 9-13 Uhr
AK Pflanzenbeobachtung (Bfrd. Zimmermann) am Sonnabend, 16.10.
von 13.30-17.30 Uhr
AK Chemotaxonomie (Bfrd. Dr.Köllner) am Sonnabend,23.10.von 9-13 Uhr
Alle Veranstaltungen finden in Halle statt, und zwar im Gemein-
schaftsraum des Botanischen Gartens (Turm).
Am 23.10. ab 13.30 Uhr findet dort auch die Leitungssitzung der
ZAG statt.
ZAG-Leitung
Notiz zum ersten Treffen des Arbeitskreises Chemotaxonomie
Das erste Treffen des AK Chemotaxonomie fand am 15.5.82 in der
Gemeinschaftsanlage der FG Gotha statt. Anwesend waren die Bundes-
freunde Haun, Pogoda, Herold, Hopp und Dr. Köllner. Zunächst wurden
die ins Auge gefassten Aufgabenstellungen kurz von Dr. Köllner ange-
sprochen und die Möglichkeiten ihrer Ausführung diskutiert.
Wie bei vielen anderen Pflanzen sind auch bei den Kakteen in der
Vergangenheit viele Inhaltsstoffe gefunden und untersucht worden.
Neben Alkaloiden (Mescalin) und Saponinen wurden auch Blütenfarb-
stoffe genauer bearbeitet, und man findet über all diese Arbeiten
eine umfangreiche Literatur vor.
Fast alle diese Untersuchungen wurden jedoch an Gattungen durchge-
führt, welche auf Grund der ansehnlichen Größe der Pflanzen mengen-
mäßig viel Untersuchungsmaterial liefern (z.B. großtriebige Cereen).
Nur ganz vereinzelt wurden Vertreter der uns interessierenden Gattun-
gen in diese Arbeiten mit einbezogen (einige wenige Rebutien und
Lobivien). Über den taxonomischen Wert der gefundenen Substanzen
wurden nur spärliche Angaben gemacht. Arbeiten über die Art und
Verbreitung von Blütenduftstoffen sind nicht zu finden.
Auf Grund all dieser Tatsachen und unter Berücksichtigung schon
durchgeführter Vorversuche wurde von den Mitgliedern des AK ein
vorläufiges Arbeitsprogramm aufgestellt und durchgesprochen:
1. Durchführung von Versuchen zur Anreicherung und Identifizierung
von Blütenfarbstoffen vor allem bei den gelbblühenden Arten der
Gattung Sulcorebutia.
2. Ausarbeitung eines geeigneten Nachweises für die einzelnen Kompo-
nenten der Blütenfarbstoffe durch
– Spektroskopie
- Dünnschichtchromatographie

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